Freie Demokraten ehren Frau Sigrid Klemm für 25 Jahre Mitgliedschaft

Festvortrag von Pascal Kober, MdB zum „Thema „Gerechtigkeit – Liberale Perspektiven“ anlässlich der Ehrung von Frau Sigrid Klemm zu ihrer 25jährigen Mitgliedschaft in der FDP 

Die Freien Demokraten würdigten am 24. Oktober Frau Sigrid Klemm anlässlich ihrer 25jährigen Mitgliedschaft in der FDP. Dafür erhielt sie aus den Händen des FDP-Kreisvorsitzenden Hans Dieter Scheerer die Theodor-Heuss-Medaille. Er überbrachte auch die Glückwünsche des Bundesvorsitzenden Christian Lindner und des Landesvorsitzenden der FDP Baden-Württemberg, Michael Theurer.

Die Laudatio für Frau Klemm hielt der Stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende und Sindelfinger Stadtrat Andreas Knapp. In seiner launigen Rede erinnerte Knapp an das Jahr 1993 und die damaligen politischen Ereignisse, die durch verschiedene Rücktritte in der Bundespolitik gekennzeichnet waren. Unter anderen trat auf Seiten der FDP auch der damalige Wirtschaftsminister und Vizekanzler Jürgen Möllemann wegen der sogenannten Briefbogenaffäre zurück.

v.l.: Frau Calaminus (Vorsitzende FDP-OV BB), Herr Kober (MdB), Frau Klemm (Schatzmeisterin FDP-OV BB), Herr Scheerer (Vorsitzender FDP-Kreisverband BB)

Im Anschluß ging Pascal Kober, MdB und sozialpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion in seinem Festvortrag auf unterschiedliche Gerechtigkeitsvorstellungen ein. Gleichheit werde von vielen auf den ersten Blick als Gerechtigkeit empfunden. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Menschen und ihrer Talente und Wünsche tauge Gleichheit bei Vermögen und Einkommen allerdings nicht als Maßstab für Gerechtigkeit in einer Gesellschaft.

In einer freien Gesellschaft sollten Menschen die Möglichkeit haben, ihre Talente im Rahmen von fairen Regeln auch zur Entfaltung bringen zu dürfen. Gerecht sei die Gesellschaft dann, wenn in einem Zustand der Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen auch der Schwächste von der Ungleichverteilung profitiere, weil beispielsweise in einer weniger dynamischen Gesellschaft weniger Arbeitsplätze, Steuern oder Sozialleistungen zur Verfügung stünden.

Gewährleistet aber müsse sein, dass jeder in einer Gesellschaft auch die Möglichkeit habe, durch Fleiß und Ehrgeiz, seine Fähigkeiten zu entwickeln und auszuschöpfen. Hier versage aber der deutsche Sozialstaat, der sich viel zu sehr auf materielle Umverteilung konzentriere, statt auf die Befähigung des Einzelnen hinzuwirken. Kinder aus Familien, in denen beispielsweise vor der Einschulung nicht vorgelesen werde, hätten geringere Startchancen im Leben als Gleichaltrige aus bildungsnahen Haushalten. 50.000 Schulabgänger ohne Schulabschluss seien die Langzeitarbeitslosen von morgen, ihre Kinder wiederum die Abgehängten von Übermorgen.

Eine nachhaltige und vorausschauende Sozialpolitik, müsse die Mittel und den Ehrgeiz auf die frühen Lebensjahre und die Familien konzentrieren. Hier stünde sich der Sozialstaat durch seine komplizierten verschiedenen Zuständigkeiten häufig selbst im Weg, so Kober. Die vordringlichste Aufgabe sei es, die Angebote des Sozialstaates besser zu koordinieren und abzustimmen, um die Basis für Entfaltung der verschiedenen Fähigkeiten und Persönlichkeiten aller Kinder zu legen. Damit schloss Pascal Kober seinen beeindruckenden Festvortrag zu den Grundüberzeugungen der Freien Demokraten in der Sozialpolitik, die nicht beim Geld aufhören darf.

Frau Klemm, besuchte schon vor ihrem Abitur regelmäßig Veranstaltungen der FDP. Zunächst wurde sie Mitglied bei den Jungen Liberalen. Zum Studium zog sie 1990 nach Baden-Württemberg. Schnell wurde Frau Klemm Beisitzerin im Kreisverband der Jungen Liberalen in Böblingen, wo sie anfangs die Ungezwungenheit ihrer Heimat vermisste, wie sie in ihrer kurzen Erwiderung erwähnte. 1993 trat Frau Klemm in die FDP ein. Seit 2002 versieht sie das verantwortungsvolle Amt der Schatzmeisterin im Ortsverband Böblingen.

Der FDP-Ortsverband Böblingen bedankt sichbei Frau Klemm herzlich für ihr Engagement.

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