Stadtrat Helmut Kurtz für 25 Jahre Mitgliedschaft in der FDP geehrt

Freie Demokraten würdigen das politische und gesellschaftliche Engagement des Böblinger Stadtrats

v.l.: Heidi Calaminus, Helmut Kurtz, Hans Dieter Scheerer, Andreas Knapp

v.l.: Heidi Calaminus, Helmut Kurtz, Hans Dieter Scheerer, Andreas Knapp

Zu einem besonderen Anlass hatten die Liberalen in das Böblinger Haus eingeladen. Für Helmut Kurtz jährt sich sein Eintritt in die FDP zum 25. Mal. Dafür erhielt er aus den Händen des FDP-Kreisvorsitzenden Hans Dieter Scheerer die Theodor-Heuss-Medaille in Silber. Scheerer überbrachte die Glückwünsche des Bundesvorsitzenden Christian Lindner, MdL sowie des Landesvorsitzenden der FDP Baden-Württemberg, Michael Theurer, Mitglied des Europäischen Parlaments. Die Laudatio für Kurtz hielt der Stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende und Sindelfinger Stadtrat Andreas Knapp. In seiner launigen Rede erinnerte Knapp an die anfänglichen Kontakte von Helmut Kurtz mit der FDP in den 80iger Jahren.

Der damalige Lehrer für Gemeinschaftskunde am Goldberg-Gymnasium engagierte sich zuerst in einer Bürgerinitiative und kam dann über die Unterstützung der Erstwahl des ehemaligen Böblinger Bürgermeisters Alexander Vogelgsang zum Bürgerforum in die Politik.

Vom damaligen FDP Stadtrat Manfred Kurz angeworben, wurde er als parteiloser Kandidat für die FDP 1989 zum ersten Mal in den Böblinger Gemeinderat gewählt, dem er seither ununterbrochen angehört. Für Andreas Knapp sei Kurtz ein Liberaler, der sich mit Leidenschaft für seine Stadt und deren Bürger einsetze.

1991 trat Helmut Kurtz in die FDP ein, um 1992 bei der Landtagswahl als FDP-Kandidat anzutreten. Nur wenige hundert Stimmen fehlten ihm zum Einzug in den Landtag, ein sehr gutes Ergebnis vergegenwärtigt man das FDP-Ergebnis von 5,9%. Knapp erinnerte an den Überraschungsbesuch des damaligen Justizministers Klaus Kinkel an einem Wochenende vor der Wahl in Böblingen, der spontan im Wohnzimmer der Familie Kurtz am Rauhen Kapf bei Kaffee und Kuchen endete.

Bei der zweiten Kandidatur für den Landtag 2001 war es dann Hans-Dietrich Genscher, der Kurtz im Wahlkampf unterstützte. Diesmal kam es in der Küche der Familie Kurtz zu einen Telefonat mit Michael Gorbatschow, so erinnert sich Helmut Kurtz in seiner Dankesrede.

Schon immer war und ist Kurtz ein Befürworter einer Vereinigung der beiden Städte Böblingen und Sindelfingen, die zusammen als dann eine der zehn größten Städte Baden-Württembergs mehr erreichen könnten als allein.

Neben vielen sachlichen Argumenten mag diese Präferenz auch der Tatsache geschuldet sein, dass er in jungen Jahren ein ausgezeichneter Fußballer in Diensten des VFL Sindelfingen war. Beim Ziel einer gemeinsamen Stadt unterscheidet er sich übrigens seit Jahren von seinem Laudator, dem Sindelfinger Stadt- und Kreisrat, Andreas Knapp.

Helmut Kurtz erinnerte an die Zeit vor 25 Jahren. Seine Schüler am Goldberg waren sich damals im Unklaren, ob ihr Gemeinschaftskundelehrer ein Linker, ein Konservativer oder ein Liberaler war. Dem damals 48jährigen war es wichtig, sich zu einer Sache zu bekennen und trat deshalb in die FDP ein.

Es ist ihm offenbar gelungen, viele seiner damaligen Schüler für die „res publica“ zu interessieren, zählt doch eine Reihe von Gemeinderäten aus allen Parteien in den Städten Böblingen, Sindelfingen und der Umgebung zu seinen Schülern. Nicht zuletzt gehören dazu auch die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Florian Toncar und Pascal Kober, die beide für die kommende Bundestagswahl 2017 auf Listenplatz 4 und 5 der FDP Baden-Württemberg stehen. Zumindest, so Helmut Kurtz in seiner schwäbischen Bescheidenheit, habe er seine Schüler nicht vom Engagement für die Gesellschaft abgeschreckt.

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