Wahl der Kandidaten für die Landtagswahlen 2016 im Wahlkreis 05

Andreas Knapp aus Sindelfingen ist Kandidat der Freien Demokraten im Wahlkreis 05 (Böblingen/Sindelfingen) für die Landtagswahl 2016, sein Zweitkandidat ist Daniel Alexander Schmidt aus Aidlingen

 

v. r.: Andreas Knapp, Daniel Alexander Schmidt

v. r.: Andreas Knapp, Daniel Alexander Schmidt

<Sindelfingen> Die Böblinger FDP-Stadtverbandsvorsitzende Heidi Calaminus, schlug den Sindelfinger Andreas Knapp als Kandidat vor. Sie wies darauf hin, dass Knapp maßgeblich an der Erstellung des Landtagswahlprogramms beteiligt gewesen sei. Einstimmig, bei einer Enthaltung, wählte die Wahlkreiskonferenz der FDP den Juristen und Kommunalpolitiker Andreas Knapp zum Kandidaten für die Landtagswahl am 13. März 2016. Als Zweitkandidat wählten die Mitglieder der FDP, ebenfalls einstimmig, den Aidlinger Gemeinderat und Kreisvorsitzenden der Jungen Liberalen Daniel Alexander Schmidt.

Der FDP-Kreisvorsitzende Hans Dieter Scheerer aus Weil der Stadt eröffnete die Konferenz und formulierte die hohen Erwartungen der Freien Demokraten: „Wir streben ein gutes Ergebnis für die FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg an und damit auch einen FDP-Landtagsabgeordneten im Wahlkreis 05.“ Zuletzt war die FDP in Böblingen/Sindelfingen in der Wahlperiode 1972 – 1976 durch Oskar Marczy im Landtag vertreten. 2006 haben der damaligen Kandidatin Stefanie Bermanseder nur wenige Stimmen zum Gewinn eines Mandats gefehlt.

 

In seiner einstündigen Bewerbungsrede kritisierte Knapp unter anderem die Bildungspolitik der aktuellen Landesregierung scharf: „Es gibt keine Einheitskinder, somit darf es auch keine Einheitsschule geben. Die Landesregierung macht unsere Kinder zu Geiseln ihrer grün-roten Ideologie“, betont Knapp. Für den Sindelfinger Stadt- und Kreisrat sei Schulpolitik kein Ort für Experimente der Gleichmacherei, sondern ein Freiheitsthema: „Wir benötigen differenzierte Schulformen für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder.“, erklärt Knapp. Darum gelte das Hauptinteresse der FDP den bewährten leistungsorientierten Schulformen Gymnasium, Realschule und Berufsschule. „Wir brauchen sehr gute Akademiker, aber auch sehr gute Techniker und Facharbeiter. Die Berufsschulen sind in den letzten fünf Jahren sträflich vernachlässigt worden“, so Knapp.

 

Die Landesregierung aus Grünen und SPD setze ihren Kurs stur fort und wolle neuerdings den Realschulen sogar die Bildung von Kursen auf unterschiedlichen Leistungsniveaus untersagen. Er befürchte, dass sich die Regierungsparteien nach einer für sie erfolgreichen Wahl der Forderung ihrer Jugendorganisationen anschließen und alle Schularten Schritt für Schritt in die Gemeinschaftsschule überführen werden. Knapp betonte: „Es ist unsere verdammte Pflicht, diese Entwicklung im Interesse unserer Kinder zu verhindern.“

 

Knapp wurde 1980 zum ersten Mal in den Sindelfinger Gemeinderat gewählt, 1989 erstmals in den Kreistag. In der letzten Wahlperiode vertrat er den Kreis Böblingen im Parlament des Verbands Region Stuttgart und war bereits vor fünf Jahren Zweitkandidat bei der Landtagswahl. Er ist stellvertretender Kreis- und Bezirksvorsitzender der FDP und Mitglied im Landesvorstand der Freien Demokraten. Knapp arbeitete zu Beginn seiner beruflichen Tätigkeit als Richter und ist seit 2000 als Direktor am Landesrechnungshof tätig. Dort betreut er die Universitäten und Hochschulen des Landes, alle kulturellen Einrichtungen und die staatlichen Kliniken.

 

Weitere Themen in der Bewerbungsrede waren die Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik, die gerade für die Zukunft des Landkreises Böblingen von entscheidender Bedeutung seien. Eine neue Landesregierung müsse einen Investitionsstau von mehreren Milliarden Euro bewältigen. Mit Radwegen allein lasse sich die Zukunft eines Industrielandes nicht sichern.

 

Als Zweitkandidat schlug er den Aidlinger FDP-Gemeinderat Daniel Alexander Schmidt vor: „Mit 25 Jahren hat Daniel Schmidt bereits reichlich politische Erfahrung und tritt engagiert und mit liberaler Leidenschaft für die Interessen der jungen Generation ein“, so Knapp. Schmidt betonte nach seiner einstimmigen Wahl, dass Knapp ein Mentor der Jungen Liberalen sei und er ihm somit selbstverständlich sehr gerne bei der Landtagswahl zur Seite stehe.

 

In seiner Bewerbungsrede hatte Schmidt Grundsätze einer freidemokratischen Politik skizziert: „Fortschritt braucht Freigeister, die Regulierungswut der Politik und das Verfügen immer neuer Vorschriften muss endlich aufhören. Dem Bürger muss wieder mehr Verantwortung übertragen werden.“ Gleiches gelte für die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg. Schmidt ist Absolvent des Goldberg-Gymnasiums Sindelfingen sowie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart (ehemals Berufsakademie), wo er Betriebswirtschaftslehre studierte. Neben seinem kommunalpolitischen Mandat wirkt er auch als Pressesprecher des FDP-Kreisverbandes und Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen. Er beklagte: „Trotz sprudelnder Steuereinnahmen ist es der Landesregierung nicht gelungen Schulden abzubauen und so unser Land enkelfit zu machen.“

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